Rechte und Pflichten im Praktikum: Ein verständlicher Überblick

Praktika können rechtlich sehr unterschiedlich sein. Pflichtpraktikum, freiwilliges Praktikum, Alter, Dauer und Ausbildungszweck beeinflussen die Regeln. Dieser Überblick hilft dir, die richtigen Fragen zu stellen, ersetzt aber keine Prüfung des Einzelfalls.

Was vor Beginn geklärt sein sollte

  • Art und Ziel des Praktikums
  • Beginn, Ende und regelmäßige Arbeitszeit
  • Einsatzort und Aufgabenbereich
  • Vergütung und mögliche Ausnahmen
  • Urlaub, Krankheit und Kündigung
  • Ansprechperson und Zeugnis

Lernen statt reguläre Stelle ersetzen

Ein Praktikum soll vor allem Orientierung und praktische Kenntnisse vermitteln. Du darfst echte Aufgaben übernehmen, solltest aber nicht dauerhaft wie eine vollwertige Arbeitskraft eingesetzt werden, ohne Betreuung und Lernbezug.

Auch du hast Pflichten

  • vereinbarte Zeiten und Regeln einhalten
  • Aufgaben sorgfältig ausführen und bei Unklarheit fragen
  • vertrauliche Informationen schützen
  • Sicherheitsanweisungen befolgen
  • Krankheit und Verspätung rechtzeitig melden

Bei Problemen schrittweise handeln

Sprich zuerst die feste Betreuung an. Bei Pflichtpraktika können Schule oder Hochschule unterstützen. Bei Fragen zu Vertrag, Mindestlohn oder Arbeitszeit helfen je nach Fall Beratungsstellen, Kammern, Gewerkschaften oder fachkundige Rechtsberatung.

Was außerdem wichtig ist

Brauche ich immer einen Praktikumsvertrag?+

Eine schriftliche Vereinbarung ist sehr empfehlenswert und kann je nach Praktikumsart gesetzlich vorgeschrieben sein. Sie verhindert Missverständnisse über Aufgaben und Bedingungen.

Habe ich Anspruch auf ein Zeugnis?+

Das hängt von der rechtlichen Einordnung ab. Unabhängig davon solltest du ein aussagekräftiges Praktikumszeugnis ausdrücklich vereinbaren und rechtzeitig anfordern.

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