Achte weniger auf einen bekannten Firmennamen als auf die Aufgaben: Gibt es ein klares Lernziel, eine feste Ansprechperson und Tätigkeiten, bei denen du wirklich mitarbeiten kannst? Schau auf Unternehmensseiten, nutze dein persönliches Netzwerk und frage auch Lehrkräfte, Hochschulen oder Career Center. Ein gutes Praktikum gibt dir Einblick – und nicht nur Routineaufgaben.
Praktikum?
Frag einfach.
Von der ersten Bewerbung bis zum letzten Arbeitstag: Hier bekommst du seit dem Jahr 2000 konkrete, umfassende Antworten auf deine Fragen rund ums Praktikum.
Häufig gefragt
Vielleicht ist deine Frage schon dabei.
In der Regel reichen ein kurzes, individuelles Anschreiben, ein übersichtlicher Lebenslauf und relevante Zeugnisse. Schreibe konkret, warum du genau diesen Bereich kennenlernen möchtest, in welchem Zeitraum du verfügbar bist und was du bereits mitbringst. Eine Praktikumsbewerbung darf kompakt sein – aber sie sollte nicht beliebig wirken.
Orientiere dich an Branche und Unternehmen. Im Zweifel ist ein gepflegtes, eher zurückhaltendes Outfit die sichere Wahl. Du solltest dich darin bewegen und wohlfühlen können. Wenn besondere Kleidung, Sicherheitsschuhe oder Schutzkleidung nötig sind, frag vorab nach.
Warte nicht tagelang still ab. Frag freundlich und konkret: „Wobei kann ich gerade unterstützen?“ oder „Gibt es eine Aufgabe, die ich selbstständig übernehmen kann?“ Hilfreich ist auch, dir zu Beginn kleine Lernziele zu setzen. Bleibt die Situation unverändert, sprich deine feste Ansprechperson ruhig darauf an.
Am besten sprichst du das Thema nicht erst nach deinem letzten Tag an. Frage einige Tage vorher, wer das Zeugnis erstellt und bis wann du damit rechnen kannst. Bitte um ein qualifiziertes Praktikumszeugnis, das neben Art und Dauer auch Aufgaben, Leistung und Verhalten beschreibt.
Private Handynutzung gehört grundsätzlich in die Pause – es sei denn, im Betrieb wird es ausdrücklich anders gehandhabt. Beobachte die Regeln im Team oder frag kurz nach. Bei einem dringenden privaten Anlass kündigst du am besten vorher an, dass du erreichbar sein musst.
Informiere dich über das Unternehmen, den Praktikumsbereich und deine Ansprechperson. Bereite eine kurze Antwort auf drei Fragen vor: Warum möchtest du dieses Praktikum, was möchtest du lernen und was bringst du bereits mit? Überlege dir außerdem zwei eigene Fragen zu Aufgaben, Betreuung und Ablauf.
Sprich den Fehler früh und sachlich an, statt ihn zu verstecken. Erkläre kurz, was passiert ist, welche Folgen du erkennst und wie du bei der Lösung helfen kannst. Entscheidend ist nicht, fehlerfrei zu sein, sondern verantwortlich und lernbereit damit umzugehen.
Es kommt vor allem auf Art, Dauer und dein Alter an:
- Pflichtpraktikum im Rahmen von Schule, Studium oder Ausbildung: In der Regel besteht kein Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn.
- Freiwilliges Praktikum: Dauert es länger als drei Monate, gilt grundsätzlich der Mindestlohn. Bei kürzeren Praktika kann eine Vergütung vereinbart sein, muss aber nicht automatisch gezahlt werden.
- Unter 18 ohne abgeschlossene Berufsausbildung: Der Mindestlohn gilt normalerweise nicht.
- Abgeschlossene Ausbildung oder abgeschlossenes Studium: Auch bei einem kurzen freiwilligen Praktikum kann Mindestlohn verpflichtend sein.
Entscheidend ist außerdem, ob du tatsächlich Lerninhalte erhältst oder überwiegend wie eine reguläre Arbeitskraft eingesetzt wirst. Lass dir die Vergütung und Praktikumsart vor Beginn schriftlich bestätigen.
Die Regeln können sich ändern und hängen vom Einzelfall ab.
Melde dich so früh wie möglich bei der vereinbarten Ansprechperson und nutze den im Betrieb üblichen Weg. Nenne knapp, dass du arbeitsunfähig bist und wie lange es voraussichtlich dauert. Medizinische Details musst du nicht mitteilen. Kläre vorab, ab wann eine Bescheinigung verlangt wird.

Noch mehr Sicherheit für deinen Berufseinstieg
Vom ersten Kontakt bis zum überzeugenden Abschluss.
Der Praktikumsknigge begleitet dich Schritt für Schritt – mit praktischen Tipps zu Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Arbeitsalltag, Rechten und Praktikumszeugnis.
Mehr zum Buch ↗Von Stefan Rippler und Nadine Luck · Springer Gabler