Praktikumsbericht Schülerpraktikum: Aufbau, Beispiel und Vorlage

Praktikumsbericht fürs Schülerpraktikum schreiben: einfacher Aufbau für Klasse 8, 9 und 10, Beispiele, Tagesbericht, Reflexion und kostenlose Vorlage.

Passende Vorlage für diesen Schritt

Kostenlos als Word-Datei zum Bearbeiten oder als PDF zum direkten Nutzen.

Nach dem Schülerpraktikum verlangt die Schule häufig einen Bericht oder eine Praktikumsmappe. Dabei geht es nicht darum, einen möglichst komplizierten Text zu schreiben. Du sollst zeigen, dass du den Betrieb verstanden, typische Tätigkeiten beobachtet und deine eigenen Erfahrungen ausgewertet hast.

Die allgemeinen Grundlagen findest du im Ratgeber Praktikumsbericht schreiben. Hier konzentrieren wir uns auf die schulische Variante.

Welche Vorgaben gelten in Klasse 8, 9 oder 10?

Es gibt keine einheitliche Gliederung für alle Schulen. Manche geben eine genaue Praktikumsmappe vor, andere nur bestimmte Pflichtteile. Deshalb gilt immer zuerst: Lies das Aufgabenblatt deiner Schule.

Die Klassenstufe allein entscheidet nicht automatisch über den Aufbau. Eine eigene SEO-Seite für jede Klasse ist deshalb meist unnötig; wichtiger sind die konkreten Vorgaben deiner Schule.

Ein sinnvoller Aufbau für einen Schüler-Praktikumsbericht

Wenn du keine feste Gliederung bekommen hast, kannst du dich an diesem Aufbau orientieren:

  1. Deckblatt
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einleitung
  4. Vorstellung des Betriebs
  5. Beruf oder Tätigkeitsbereich
  6. deine Aufgaben
  7. ein oder mehrere Tagesberichte
  8. persönliche Reflexion
  9. Fazit zur Berufsorientierung
  10. optional: Anhang

1. Einleitung: Warum dieses Praktikum?

Schreibe nicht nur, dass deine Schule ein Praktikum verlangt hat. Interessanter ist, warum du gerade diesen Betrieb oder Beruf ausgewählt hast.

Beispiel:

Für mein zweiwöchiges Schülerpraktikum entschied ich mich für eine Physiotherapiepraxis, weil mich Berufe interessieren, in denen man direkt mit Menschen arbeitet. Vor dem Praktikum wollte ich herausfinden, wie unterschiedlich Patientinnen und Patienten behandelt werden und wie viel medizinisches Wissen für den Beruf notwendig ist.

Weitere Formulierungen findest du unter Praktikumsbericht Einleitung.

2. Betrieb vorstellen – aber nicht abschreiben

Beschreibe nur Informationen, die für dein Praktikum wichtig sind:

  • Was macht der Betrieb?
  • Wie groß ist er ungefähr?
  • In welchem Bereich warst du eingesetzt?
  • Welche Berufe arbeiten dort zusammen?
  • Wer hat dich betreut?

Vermeide es, einfach die „Über uns“-Seite des Unternehmens umzuschreiben. Dein Bericht soll zeigen, was du vor Ort verstanden hast.

3. Tätigkeiten konkret beschreiben

Statt:

„Ich durfte viele verschiedene Sachen machen.“

besser:

„Ich bereitete Behandlungsräume vor, sortierte Therapiematerialien und beobachtete mehrere Termine. Meine Betreuerin erklärte mir dabei, warum Übungen je nach Verletzung unterschiedlich ausgewählt werden.“

Du musst nicht so tun, als hättest du Aufgaben selbstständig ausgeführt, wenn du nur zugeschaut hast. Beobachten ist im Praktikum ebenfalls eine Erfahrung, solange du beschreibst, was du dabei gelernt hast.

4. Tagesbericht schreiben

Viele Schulen verlangen mindestens einen ausführlichen Tag. Wähle dafür möglichst einen Tag, an dem du typische oder unterschiedliche Tätigkeiten erlebt hast.

Ein Tagesbericht kann tabellarisch oder als Fließtext aufgebaut sein. Unsere Anleitung mit Beispielen und Download findest du unter Tagesbericht Praktikum.

5. Was hast du über den Beruf gelernt?

Dieser Abschnitt macht deinen Bericht besonders wertvoll. Beantworte zum Beispiel:

  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
  • Welche Fähigkeiten sind wichtig?
  • Wie viel Kontakt zu Menschen gibt es?
  • Ist die Arbeit eher körperlich, organisatorisch, technisch oder kreativ?
  • Was war anders als in deiner Vorstellung?
  • Welche Ausbildung oder welches Studium führt in den Beruf?

Du musst dafür nicht sämtliche Berufsinformationen aus dem Internet zusammentragen. Verknüpfe Fakten mit deinen Beobachtungen.

6. Reflexion: Was passt zu dir?

Ein Schülerpraktikum ist Berufsorientierung. Deshalb ist deine persönliche Einschätzung wichtig.

Beispiel:

Mir gefiel besonders, dass im Betrieb viele Aufgaben gemeinsam gelöst wurden. Gleichzeitig merkte ich, dass der ständige Kundenkontakt anstrengender sein kann, als ich vorher dachte. Ich kann mir einen Beruf mit Menschen weiterhin gut vorstellen, möchte aber auch einen Bereich kennenlernen, in dem ich häufiger ruhig und konzentriert an längeren Aufgaben arbeite.

Das ist aussagekräftiger als „Es war schön“ oder „Es war langweilig“.

7. Fazit: Hat sich dein Berufswunsch verändert?

Im Fazit vergleichst du deine Erwartungen mit deinen Erfahrungen.

Mögliche Ergebnisse:

  • Der Beruf passt besser zu dir als gedacht.
  • Dein Interesse bleibt bestehen, aber du siehst auch Nachteile.
  • Der Beruf passt nicht zu dir.
  • Du möchtest einen verwandten Beruf kennenlernen.
  • Du bist noch unsicher, weißt aber jetzt genauer, worauf du achten möchtest.

Alle fünf Ergebnisse sind völlig legitim. Ein Praktikum muss nicht mit einem neuen Traumberuf enden, um hilfreich gewesen zu sein.

Wie lang sollte der Bericht sein?

Das entscheidet deine Schule. Wenn eine Seitenzahl angegeben wurde, halte dich daran. Ohne Vorgabe solltest du nicht künstlich Text produzieren, sondern jeden wichtigen Teil ausreichend erklären.

Ein guter Bericht ist nicht automatisch der längste. Er ist dann gut, wenn deine Erfahrungen nachvollziehbar werden.

Bilder im Praktikumsbericht

Fotos können hilfreich sein, wenn sie einen Arbeitsplatz, ein Produkt oder einen Ablauf erklären. Frage im Betrieb aber vorher, ob du fotografieren und die Bilder für deinen Schulbericht verwenden darfst.

Personen, Kundendaten, Patienteninformationen, Bildschirme, Unterlagen oder interne Informationen solltest du nicht einfach fotografieren oder veröffentlichen.

Ein vollständiges Beispiel ansehen

Wenn du wissen möchtest, wie Einleitung, Hauptteil und Fazit zusammen klingen, findest du hier ein vollständiges Praktikumsbericht-Beispiel.

Checkliste vor der Abgabe

  • Aufgabenblatt der Schule noch einmal gelesen?
  • Deckblatt vollständig?
  • Inhaltsverzeichnis korrekt?
  • Betrieb in eigenen Worten vorgestellt?
  • Tätigkeiten konkret beschrieben?
  • Tagesbericht vorhanden, falls verlangt?
  • Eigene Erfahrungen reflektiert?
  • Berufswunsch oder Berufsorientierung eingeordnet?
  • Rechtschreibung geprüft?
  • vertrauliche Informationen entfernt?

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