Keine Aufgaben im Praktikum? So wirst du richtig aktiv

Leerlauf kann vorkommen, sollte aber nicht zum Dauerzustand werden. Du darfst Initiative zeigen, ohne wahllos Beschäftigung zu suchen oder Kolleginnen und Kollegen ständig zu unterbrechen.

Zuerst aktiv nachfragen

„Gibt es etwas zu tun?“ lässt sich leicht mit Nein beantworten. Besser sind konkrete Fragen: „Kann ich die Unterlagen weiter sortieren?“ oder „Darf ich bei der Vorbereitung des Termins unterstützen?“

Sag außerdem Bescheid, wenn du eine Aufgabe abgeschlossen hast. Deine Betreuung kann nicht immer sehen, wie weit du bist.

Eine sinnvolle Warteliste vereinbaren

  • Unterlagen oder Fachbegriffe durcharbeiten
  • Arbeitsabläufe dokumentieren
  • bei einer Kollegin oder einem Kollegen hospitieren
  • offene Fragen für das nächste Gespräch sammeln
  • kleine wiederkehrende Aufgaben selbstständig übernehmen

Das Gespräch mit der Betreuung

Wenn du wiederholt keine Aufgaben bekommst, beschreibe die Situation ohne Vorwurf: „Ich möchte die Zeit gern gut nutzen und mehr Einblick bekommen. Können wir besprechen, welche Aufgaben ich in den nächsten Tagen übernehmen kann?“

Hilfreich ist ein kurzes Wochenziel. So wissen beide Seiten, welche Einblicke und Aufgaben vorgesehen sind.

Wann du weitere Hilfe holen solltest

Ändert sich trotz mehrerer Gespräche nichts, kannst du dich bei einem Pflichtpraktikum an Schule oder Hochschule wenden. Dokumentiere sachlich, wann du nach Aufgaben gefragt und was du vereinbart hast.

Was außerdem wichtig ist

Soll ich einfach selbst etwas anfangen?+

Nur bei Aufgaben, für die du eine Erlaubnis hast. Gerade bei Kundendaten, Maschinen oder internen Dokumenten solltest du vorher fragen.

Ist Leerlauf immer ein schlechtes Zeichen?+

Nein. Kurze ruhige Phasen gehören zu vielen Arbeitsplätzen. Problematisch wird es, wenn du dauerhaft weder Aufgaben noch Lernmöglichkeiten erhältst.

Der Praktikumsknigge

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